Willkommen auf der Website der

evangelisch-lutherischen Vicelin-Kirchengemeinde

St. Jakobi 

 

Zur Kirchengemeinde gehören etwa 5400 Gemeindeglieder. Mit der Vicelin-Kirche St.Jacobi ist sie seit dem Jahr 1149 in Bornhöved vor Ort.

 

Gottesdienste, Trauungen, Taufen und auch Trauerfeiern finden hier unter dem bergenden Dach der alten Kirche statt. Und diese ist Dank ihres 40 Meter hohen Turms weithin sichtbar. Zur Kirchengemeinde gehören neben Bornhöved die Ortschaften Altenrade, Belau, Daldorf, Damsdorf, Gönnebek, Kalübbe, Rendswühren, Schmalensee, Stocksee, Tarbek, Tensfeld und Vierhusen.

 

Im Zentrum des Gemeindelebens stehen nicht nur die sonntäglichen Gottesdienste, sondern auch die Kindergottesdienste in Bornhöved und Belau, die kirchenmusikalische Arbeit und die Begleitung und Betreuung der Kinder im Vicelin-Kindergarten. 

 

Ein großer Kreis von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen setzt sich im Kirchspiel engagiert in den verschiedenen Bereichen des Gemeindelebens ein.

 

 

Vicelin-Kirche St. Jakobi von 1149 - Kirchenbesichtigung

 

Die 1149 durch Vicelin geweihte und im romanischen Stil erbaute St. Jakobi-Kirche markiert den historischen Mittelpunkt des Ortes Bornhöved.

In ihren Ausmaßen überflügelt sie andere Kirchen gleicher Bauzeit, zudem ist sie die wohl einzige Kirche, deren Bau und Weihe tatsächlich auf Vicelin zurückzuführen ist.

Ausgraben in den 1950er Jahren haben im heutigen Chorraum die Grundmauern einer älteren, vermutlich um das Jahr 980 erbauten, Tauf- und Missionskapelle freigelegt.

Die Kirche wurde aus Feldsteinen und Gips in der sogenannten Kletterschaltechnik erbaut, ihr äußeres und inneres Erscheinungsbild ließ ursprünglich die Feldsteine nicht erkennen, sondern ließ die Kirche wie aus großen, ebenmäßigen Quardersteinen aufgemauert erscheinen. Es wird vermutet, dass dieses Erscheinungsbild durch farbige Bemalungen vorgetäuschter Fugen noch verstärkt wurde.

Erst in späteren Jahrhunderten wurden Feldsteinkirchen, bei denen die Unregelmäßigkeit und Ursprünglichkeit der Feldsteine sichtbar wurde, als romantisch empfunden, so dass im Innenraum die glatte Gipsfläche abgeschlagen wurde, auf der Außenseite tat die Witterung ihr Übriges.

 

Im Innenraum präsentiert sich die Kirche heute eher schlicht.

Zu den Besonderheiten darf die hölzerne Kanzel, die im Rokokostil von einerm aus dem Schwarzwald stammenden, dann in Eutin ansässigen Künstler mit Namen Moser gefertigt wurde, gezählt werden. Ursprünglich zierte ein Taufengel aus der Hand desselben Handwerkers den Innenraum der Kirche. Dieser ist heute nicht mehr vorhanden.

 

Im Altarraum wurde das Ostfenster, das im Laufe der Jahrhunderte verschlossen worden war, bei der Sanierung der Jahre 2000/2001 geöffnet und mit einem Buntglasfenster des Isländischen Künstlers Leifur Breidfjord verglast. Derselbe Künstler hat auch einen Entwurf für das Nord- und das Südfenster angefertigt. Beide Fenster wurden bereits gefertigt, das Nordfenster "Die Wachen am Grab" wurde eingebaut. Der Einbau des Südfensters "Ostermorgen" steht aus, zuvor muss das Mauerwerk statisch gesichert werden.

 

Um- und Anbauten wie Kinderhaus (heute Sakristei) im Süden, Turm im Westen, Fachwerkgiebel und Altarraum mit Pfeilern prägen das heutige Erscheinungsbild der Vicelin-Kirche St. Jakobi.

Die heutige parkähnliche Anlage, welche die Kirche umgibt, diente bis ins 19. Jahrhundert als Friedhof für das Kirchspiel.

 

Die Kirche liegt am Radfernweg Mönchsweg (www.moenchsweg.de) und freut sich auf alle Besucherinnen und Besucher, ob mit dem Fahrrad, dem Auto oder im Rahmen eines Busausflugsprogramms.

 

Gerne erhalten Sie nach telefonischer Anmeldung (04323.901211) eine kostenfreie Führung durch unsere Kirchenführer, die Sie mit hinein nehmen in die über 860-jährige Geschichte der Kirche.